EXIL 7. Staffel
Phantastische Räume, Medienmärchen, Glaube Hoffnung, Liebe
inkl. 7 % MwSt
Seitenzahl siehe Annotation, ISBN 978-3-9825562-4-6
- Maße (L/B/H): 19/12/- cm
Annotation:
Phantastische Räume, Gruber, 156 Seiten:
Freiheit, Demokratie, die Integrität unseres Körpers werden von Entwicklungen auf ganz unterschiedlichen Feldern zunehmend bedroht. Erst das Auftreten von Corona machte diese Bedrohungen einer größeren Öffentlichkeit schlagartig wahrnehmbar. Aber diese Wahrnehmung blieb notwendig diffus: Im (Des-)Informations-Tsunami der Medien, im Gewitter von Studien und Gegenstudien, im Faktengestöber, werden Wahrheit und Unwahrheit, Wirklichkeit und Fiktion zunehmend ununterscheidbar. Deshalb konnten sich manche „Verschwörungstheorien“ zügig bewahrheiten, andere verlieren sich im Reich des Phantastischen. In den populären Vorstellungen vom Politischen wird ein tiefes Misstrauen erkennbar, das sich in überwiegend düsteren Bilderwelten, surrealen Erzählungen und esoterisch geprägten Vorstellungen entfaltet. Dieser phantastische „Überbau“ ist jedoch nicht beliebig, sondern knüpft auf seine Weise an die ganz realen Gefährdungen unseres Lebens an…
»Menschen treffen politische Entscheidungen nur sehr bedingt aus rationalen Gründen, am ehesten wohl dort, wo Überlebensinteressen tangiert werden. Dass auch diese ausgehebelt werden können und ausgehebelt werden, zeigt der Blick auf die lange und sich unausgesetzt fortschreibende Geschichte williger Opfer für politische oder religiöse Heilslehren.«
Medienmärchen, Müller-Ullrich, 192 Seiten:
Der erfahrene Journalist Burkhard Müller-Ullrich hat auf seinen zahlreichen Medien-Stationen tiefgreifende Erfahrungen in Bezug auf Gleichschaltung und den Verlust von Pluralität machen können. Der vorliegende Band mit einem Vorwort von Uwe Tellkamp beinhaltet Texte, die bereits im Jahr 1996 erschienen sind und zeigt damit, dass der Journalismus schon bereits in den 1990er Jahren den Weg weg von der Information und hin zum gesinnungsgetriebenen Narrativ gegangen ist. Müller-Ullrich betreibt seit 2022 den Internetradiosender »kontrafunk«.
»Mit einzelnen Medienmärchen hat es angefangen, mit Lügen, die nicht selten zum Lachen waren, weshalb ich mir einen humorigen Grundton erlaubt habe, was ich heute nicht mehr tun würde. Denn die Komik ist verflogen, seitdem die vollständige und systematische Verdrehung aller Sachverhalte zur Regel geworden ist.«
Mit einem Vorwort von Uwe Tellkamp.
Glaube, Hoffnung, Liebe; Faust, 160 Seiten:
Der Schriftsteller Siegmar Faust widmet sich in diesen Essays den Begriffen Glaube und Religion, die in ihrer ursächlichen Ausprägung auch immer einen gefährlichen Absolutheitsanspruch in sich tragen. Faust, der als politischer Häftling in der DDR im Muster der totalen Einheit das Totalitäre erkannt hat, tritt uns in seinen Texten als Christ und Kritiker jedweder Indoktrination, ob von Links oder Rechts, kraftvoll entgegen.
»Der Absolutheitsanspruch einer angeblich ›einzigen wissenschaftlichen Weltanschauung‹ samt ihren auf totale Einheit getrimmten Machtinstrumenten und Transmissionsriemen, die sie überall unterstützten, oder der Kampf gegen Klassenfeinde, den sie in einer Einheitsfront führten, der sie sich zumeist brav unterordneten, führten unter zwei christen- und judenfeindlichen Sozialismen in den totalitären Terror, der uns nun allen nach altem Muster, aber in neuen Formen sowohl durch den neuartigen kapitalistischen Sozialismus Chinas als auch durch den Islam, speziell durch den Islamismus, erst noch richtig bevorsteht.«