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„Wie soll man leben?“ Diese Frage bestimmt der griechische Philosoph Sokrates als wesentlich, vielleicht als lebensentscheidend. Philosophiert wird viel auf dieser Welt, akademisch, im Alltag und in der Öffentlichkeit. Manches Mal werden die Grenzen des Diskurses offensichtlich markiert, mit Metaphern versehen, denen ein hoher moralischer Anspruch zugestanden werden kann oder eine moralisierende Haltung. Der Begriff „Brandmauer“ gehört seit einigen Jahren zur Politik. Michael Beleites, mitnichten ein Politiker, wirbt für ein zugleich altes und neues Ethos, für eine bodenständige, alltagstaugliche Moral. Michael Beleites verzichtet vor allem auf moralisierende Reden, stattdessen wirbt er ohne Pathos dafür, einfach wieder miteinander zu reden, unter Nachbarn, unter Freunden und anderen Mitmenschen, die mitnichten dieselbe Meinung haben müssen, aber miteinander in Frieden leben wollen.
Auszug aus der Rezension von Thorsten Paprotny
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